Mittwoch, 25. März 2015

Wir wollen alle nur glücklich sein


Mein Kater liegt mit dem Rücken auf dem Boden. Er reckt sich mühsam nach einer Stoffmaus, die an einem Faden über ihm in der Luft baumelt. Eine schnelle Bewegung und er hat sie gefangen. Er zieht sie an sich ran und fängt an wie in Trance auf ihr rumzukauen. Sofort stellt sich ein wohliges Schnurren ein. Er ist glücklich! Mit nicht mehr als einer Maus an einem Faden…

Ein Kleinkind sitzt auf dem Boden und betrachtet seine Umwelt interessiert. Plötzlich setzt sich die nette Tante dazu, zieht eine Grimasse und macht ein komische Geräusch dazu. Das Kind will dies sofort imitieren und versucht mit der gleichen Flappe das Geräusch zu produzieren. Erst kommt nichts, dann ein Ton. Ganz entzückt über das Geräusch was es gerade gemacht hat, fängt das Kleinkind an zu lachen und wiederholt den Vorgang. Auch das Kleinkind ist glücklich. Über nicht mehr als ein selbst erzeugtes Geräusch.

Nicht oder noch nicht so weit entwickelte Lebewesen sind leicht zu erfreuen. Warum also brauchen wir heute so viel mehr um uns glücklich zu fühlen? Es gibt immer große Wünsche und hohe Ansprüche, die kaum zu erreichen sind und denen man nur schwer gerecht werden kann...
... Dies schrieb ich vor ein paar Tagen. Der Beitrag schlummerte seitdem still und unveröffentlicht auf meinem PC.

Die Ereignisse des gestrigen Tages rüttelten mich einmal mehr wach.
Ein Flugzeug stürzte ab, keiner war zu retten.
Eine große Tragödie und eigentlich kann uns so was jeden Tag, immer und überall passieren. Einem Leben wird abrupt ein Ende gesetzt und wäre es dann nicht schön vorher zumindest zufrieden gewesen zu sein?  

Drum erfreue ich mich an diesem dunklen Tag ganz bewusst auch an den Kleinigkeiten.


Samstag, 17. Januar 2015

Eine besondere Erinnerung

2014 bescherte mir eine wundervolle Reise, an die ich mich jetzt zu Beginn der neuen Jahres besonders erinnere.

Nachdem ich 2013 einen großen Verlust erlitten hatte, brauchte ich dringend etwas auf das ich mich freuen konnte, also buchte ich mit einer Freundin bereits im September 270 Tage Vorfreude. Ziel unserer Reise war das große grüne Land mit den vielen Schafen.
Wie wunderbar die Landschaft wirklich ist, begreift man jedoch erst wenn man dort ist. Ich glaube ich habe mich niemals vorher so frei gefühlt.
In unserer Irlandzeit wanderten wir viele Kilometer. Mal mit Gepäck, mal ohne. Mal laut, mal leise. Manchmal hingen wir einfach nur Gedanken nach, manchmal aber dachten wir auch gar nichts.
Und da ich mal nicht in einer Beziehung war, gab es da auch niemand zu vermissen. Es war eine Zeit wie keine andere. Und ich rate jedem dem das Glück abhanden gekommen ist: Fahr nach Irland!
Ich stehe auf einer Wiese und sehe Meilen weit nichts als Natur. Ich fühle wie der Wind mein Haar zerwuschelt und ich liebe es. Und da ist noch etwas was ich sehe, ich sehe Glück und Zufriedenheit!
16 Kilo auf dem Rücken. Schon seit Stunden laufen wir durch den Burren und mindestens seit einer halben Stunde ergießen sich Eimer von Wasser über uns. Meine Hose ist so durchnässt, dass sie sich mehrere Kilo schwerer anfühlt, mein Gesicht ist nass und ich kann kaum die Augen öffnen. Uns umgibt nichts als felsige Landschaft. Hinter uns kilometerweit Straße, vor uns kilometerweit Straße und immer wieder geht es bergauf… und trotzdem will ich nirgendwo anders sein als genau hier.

Ich kann keinen Fuß mehr vor den anderen setzen, fühle mich wie eine alte Frau, deren Knochen knarrzen. Die letzten Kilometer haben zwei freundliche Iren uns mitgenommen. Aber wir haben unser Ziel erreicht und auch wenn es hier im Umkreis von 20 km nicht mal einen Supermarkt gibt, ist es einer der schönsten Orte, den ich jemals gesehen habe.

Wir tanzen auf der Straße. Glücklich! Ausgelassen! Dublin‘s erste After-Hour! Freundliche, fröhliche Menschen ziehen vorbei. Ein paar bleiben und tanzen mit uns.

Unter mir zerschellen die Wellen am Fels. Ich stehe am Hang der  120 Meter hohen Klippen und schaue in die Tiefe. Ich bin überwältigt und furchtlos!
 

Sonntag, 7. Dezember 2014

mydays-Gewinnerin


Nachdem ich jetzt ein paar Tage in London war und bevor ich totmüde in mein Bett falle, wollte ich mir kurz Zeit nehmen, die Gewinnerin des mydays-Gewinnspieles zu verkünden:

Bella!

Herzlichen Glückwunsch! Ich werde mich in den kommenden Tagen mit dir in Verbindung setzen!

P.S. an alle: London war mal wieder wunderbar! Fotos zu meinem Londonaufenthalt findet ihr auf Instagram.

Sonntag, 23. November 2014

Das Ende naht

Sweater: C&A // Skirt: H&M

Ich dachte heute nehme ich mir nochmal einen Moment und poste einen romantischen Look für euch. 
Das ganze vermittelt eine tolle, herbstliche Stimmung.

Leider muss ich euch sagen, dass dies vermutlich einer meiner letzten Looks sein wird. Tessi's wonderful world wird es voraussichtlich bald nicht mehr (zumindest nicht in diesem Umfang) geben.
Lookbook hat in seiner Bildqualität sehr nachgelassen. Das hat mich geärgert und führt mit dazu, lass Looks einstellen keinen Spaß mehr mach. 
Zudem werde ich künftig weniger Zeit haben und mich auf andere Dinge konzentrieren. Vielleicht werdet ihr hier demnächst noch Beiträge zu meiner Fotografie finden, aber auch die Bildqualität auf Blogger hat meines Erachtens nachgelassen.
Was genau passieren wird, kann ich also noch nicht sagen. Nur soviel: Ich trete kürzer, oder höre hier vielleicht auch auf. Es tut mir leid!

Sonntag, 16. November 2014

Kalte Jahreszeit



Ich sitze am Fenster und trinke einen Tee. Genau das habe ich schon die ganzen letzten Tage getan. Rumgesessen und Tee getrunken. Ich sehe auf die Straße hinaus, sehe Laub am Boden und Menschen in Anoraks. Es ist kalt geworden. Noch vor wenigen Monaten schrieb ich hier über Sommeraktivitäten, was völlig motiviert etwas zu unternehmen, wollte andere mit meiner Begeisterung mitreißen. Und nun wechsle ich nur noch gelegentlich den Standpunkt meiner Tasse Tee. Ab und zu sehe ich mir einen Film an oder knuddel eine Katze oder esse viel zu viel.
Obwohl das durchaus auch seinen Reiz hat, sehne ich mich nach etwas Aktivität, danach etwas zu erleben und nicht nur die dunklen Tage abzusitzen. Dafür dauert diese Jahreszeit viel zu lange an.
Ein Blatt löst sich vom Baum und segelt langsam zu Boden. Ich verfolge es mit meinem Blick. Ich nippe noch einmal an meinem Tee. Es reicht! - Ich sollte mal wieder in die Sauna oder ein Spa gehen, vielleicht auch eine neue sportliche Aktivität versuchen oder mich kreativ austoben. Alles nur nicht weiter rumsitzen und warten, dass die Bäume ihr prächtiges Farbkleid verlieren.

Damit es euch nicht genau so geht wie mir und ihr auch die kalten Tage etwas aktiver nutzen könnt, verlose ich exklusiv für meine Leser einen 
50 € Gutschein von mydays.
Dort findet ihr sicher eine Aktivität, die euch aus dem Trott der kalten Jahreszeit herausreißt und euch einen Herbst- bzw. Wintertag versüßt.



Teilnahmebedingungen:


1. Da ich mit dem Gutschein meinen Lesern eine Freude machen möchte, kann nur teilnehmen wer Leser dieser Seite ist, oder wer meiner Facebook-Seite folgt.

2. Die Teilnahme beschränkt sich auf Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

3. Um an der Verlosung teilzunehmen hinterlasst einen Kommentar oder sendet eine Email an tess.k.photography@googlemail.com mit Name, Emailadresse und einem Hinweis über welche Plattform ihr Leser meiner Seite seid.  

4. Teilnahmeschluss ist der 30.11.2014.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Lookbook-Desaster

Shirt: Urban Outfitters // Leggings: Vero Moda // Belt: H&M

Ich weiß nicht was Lookbook verändert hat, aber die Bildquali dort ist neuerdings grauenhaft. Erst dachte ich, das ginge nur mir so, doch auch die Bildqualität der "TOP"-Blogger dort ist mangelhaft. Ich bekomme richtige Schwindelgefühle wenn ich das sehe. Geht es euch auch so? Ich persönlich habe schon gar keine Lust mehr etwas auf Lookbook einzustellen. Kennt ihr Alternativen?

Eigentlich wollte ich eucht diesen schönen Look hier präsentieren und etwas nettes dazu schreiben, aber irgendwie habe ich nach 1000 Versuchen die Bildqualität bei Lookbook zu verbessern gar keine Lust mehr.

Ärgerlich!

Samstag, 18. Oktober 2014

Dinge die ich dir nie gesagt habe - Part II


Es ist Karneval. Ich tanze auf einer Bank und singe laut Karnevalslieder und fühle mich frei.
Von weitem sehe ich meine Freundin sich einen Weg durch die Menge bahnen. Sie bleibt vor der Bank auf der ich tanze stehen und blickt hinauf. "Er ist hier!", schreit sie gegen die Lautstärke an. "Wer ist hier?", frage ich und tanze weiter. "Er!", sagt sie energisch und sieht mich eindringlich an. "Ich hab ihm erzählt, dass ich mit dir hier bin. Er schien sich sehr zu freuen. Wir kommen gleich zu ihm habe ich gesagt."
Mit einem Satz springe ich von der Bank. Die Karnevalslieder verstummen und mein inneres Ortungssystem schlägt an und sucht nach dir. Die Aufregung steigt von 0 auf Hundert! Es ist die fünfte Jahreszeit. Unsere Jahreszeit! Und noch vor 2 Tagen wolltest du mich dahin locken wo du feierst. Auch wenn wir das ganze Jahr nichts voneinander hören so höre ich doch spätestens an Karneval von dir. 
Ich laufe los, meine Freundin hinter mir her. "Er ist mit ein paar Leuten da vorne!"
Mein Schritt beschleunigt sich. Ich kann dich förmlich im ganzen Karnevalszelt spüren. 
Und auf einmal teilt sich die Menge und ich sehe dein wunderschönes Gesicht. Ich gehe zügig auf dich zu, tippe dir auf die Schulter. Du drehst dich zu mir um und grinst breit, schließt mich in die Arme und für einen Moment steht die Welt still. Während du mich hältst gibt es nur dich und mich und die Jahre, die uns verbinden. Ich will dich nicht loslassen und weißt dir geht es ähnlich. Doch ich habe weitergemacht. Schon vor vielen Jahren und du auch. 
Plötzlich dreht sich die Welt weiter, wir bemerken einen Blick von der Seite. Behutsam schiebst du mich ein Stück von mir und eine hübsche Blondine tritt ins Bild und du sagst "Das ist meine Freundin!" Sie ist wirklich nett, ich mag sie und sie passt zu dir.

Kurze Zeit später laufe ich allein nach Hause.
Ich denke an all die Dinge, die wir erlebt haben. Und eigentlich wünschte ich, ich hätte dir je gedankt. Denn 8 Jahre ist es her... und du hast mich aufwachsen sehen und kennst die Entwicklung die ich gemacht habe. Ich danke dir für all die Freuden und all den Schmerz, die ich durch dich und mit dir erlebt habe und die mich geprägt haben und zu dem Mensch gemacht haben, der ich heute bin. Und dass du mir auch nach Jahren noch mit einer einzigen Umarmung ein Zuhause gibst.